17 April 2026, 02:19

Marie Jaroni wird erste Chefin von Thyssenkrupp Steel Europe

Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt, Deutschland, ein großes mehrfenstriges Gebäude umgeben von städtischer Infrastruktur und Grünflächen unter einem bewölkten Himmel.

Deutschlands größtes Stahlunternehmen hat erstmals eine Frau an der Spitze - Marie Jaroni wird erste Chefin von Thyssenkrupp Steel Europe

Marie Jaroni wird erste Frau an der Spitze von Thyssenkrupp Steel Europe

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Die langjährige Managerin übernimmt die Führung bei dem großen Stahlproduzenten mit rund 27.000 Beschäftigten. Ihre Ernennung zur Vorstandsvorsitzenden folgt auf Jahre in führenden Positionen – darunter eine zentrale Rolle bei den jüngsten Restrukturierungsverhandlungen. Ihr neuer Vertrag läuft bis 2030.

Jaroni stieg im Oktober 2014 in den Vorstand des Unternehmens ein und leitete zuvor die Bereiche Vertrieb und Transformation. Maßgeblich beteiligt war sie an den Verhandlungen zum aktuellen Umstrukturierungsplan, der eine Reduzierung der Belegschaft von 27.000 auf etwa 16.000 Mitarbeiter bis 2030 vorsieht.

Der Stahlkonzern steht vor Herausforderungen wie schwacher globaler Nachfrage, niedrigen Preisen und dem Wettbewerb durch günstige Importe aus Asien. Trotz dieser schwierigen Rahmenbedingungen erntet Jaronis Vorgehen Lob – sowohl von Gewerkschafts- als auch von Aufsichtsratsseite.

Knut Giesler von der IG Metall betonte ihre Fairness und ihre Fähigkeit, auch in harten Verhandlungen Konsens zu schaffen. Ilse Henne, Vorsitzende des Aufsichtsrats, würdigte Jaronis strategische Weitsicht und ihre Führung in turbulentem Fahrwasser.

Mit Jaroni an der Spitze setzt Thyssenkrupp Steel Europe nun auf einen langfristigen Kurs zur Straffung der Strukturen. Der Personalabbau und ihr verlängertes Mandat unterstreichen den Fokus auf Stabilität angesichts anhaltender Branchenkrisen. Ihre Führung wird die Entwicklung des Unternehmens bis zum Ende des Jahrzehnts prägen.

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