22 March 2026, 16:18

NRW-Bauministerin Scharrenbach räumt Führungsfehler und Mobbingvorwürfe ein

Ein Mann in einem weißen Kleid und Hut sitzt an einem Tisch mit Mikrofonen, spricht, während Papiere und Gegenstände auf dem Tisch sichtbar sind, mit einem anderen Menschen mit Brille rechts von ihm, in einem Raum mit einer Wand und einer Tür im Hintergrund.

Scharrenbach bietet Mitarbeitern nach Vorwürfen Gespräche an - NRW-Bauministerin Scharrenbach räumt Führungsfehler und Mobbingvorwürfe ein

Nordrhein-Westfalens Bauministerin Ina Scharrenbach gerät wegen ihres Führungsstils in der Digitalen Verwaltung in die Kritik. Berichten zufolge herrscht in ihrem Verantwortungsbereich ein von Spannungen geprägtes Arbeitsklima, in dem Vorwürfe wegen Mobbing und Einschüchterung bereits vor der Bundestagswahl 2025 aufkamen. Die Ministerin hat die Bedenken mittlerweile anerkannt und versprochen, sie direkt mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu klären.

Erstmals bekannt wurden die Vorwürfe gegen Scharrenbach durch ein internes Schreiben, über das später der "Spiegel" berichtete. Darin wurde von einem Klima der "Angst und Einschüchterung" im Ministerium gesprochen. Ein anonymer hochrangiger Beamter soll darin erklärt haben: "Diese Frau hat mich zerstört."

Im Januar 2025 informierte eine Personalvertreterin offiziell die Chefin der Staatskanzlei über Fehlverhalten in Scharrenbachs Team. Die Ministerin war bereits vor der Wahl über die Mobbingvorwürfe gegen ihre Person unterrichtet worden. Nach den Berichten räumte sie ein, dass ihr persönlicher Führungsstil nicht immer fair gegenüber den Beschäftigten gewesen sei.

Mittlerweile hat Scharrenbach Maßnahmen eingeleitet, um ihre Führungspraxis zu verbessern. Dazu gehören gemeinsame Gespräche mit betroffenen Mitarbeitenden sowie die Zusammenarbeit mit dem Personalrat. Zudem bot sie persönliche Gespräche mit denen an, die Machtmissbrauch angeprangert hatten. An ihrer Seite war Staatssekretär Daniel Sieveke in die Aufarbeitung der Vorfälle eingebunden.

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Trotz der Kritik wurden bisher keine konkreten Details zu Veränderungen im Arbeitsklima seit Beginn der aktuellen Legislaturperiode bekannt. Die Ministerin betonte, dass sie das Feedback der Belegschaft tief berührt habe und sie entschlossen sei, die Situation zu bereinigen.

Die Reaktion des Ministeriums umfasst den direkten Austausch mit den Beschäftigten sowie strukturelle Anpassungen in der Führungskultur. Scharrenbachs Eingeständnis der Probleme markiert einen Schritt hin zur Aufarbeitung der geschilderten Missstände. Ob sich die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeitenden langfristig verbessern, wird sich an der Wirkung der ergriffenen Maßnahmen zeigen.

Quelle