NRW-Polizei setzt auf Taser – doch nicht alle Behörden sind überzeugt
Swantje WeinhageBericht: Polizei sieht Taser-Einsatz positiv - NRW-Polizei setzt auf Taser – doch nicht alle Behörden sind überzeugt
Polizei in Nordrhein-Westfalen begrüßt Einsatz von Tasern – Studien zeigen breite Zustimmung
Zwei neue wissenschaftliche Studien zufolge steht die Polizei in Nordrhein-Westfalen (NRW) den eingeführten Elektroschockpistolen – sogenannten Tasern – überwiegend positiv gegenüber. Die im Auftrag der Landesregierung durchgeführten Untersuchungen basieren auf den Erfahrungen von fast 4.000 Beamten mit den Geräten.
Hintergrund der Studien ist eine Vereinbarung der schwarz-grünen Koalition aus CDU und Grünen, die Testphasen für Taser in der Region auszuweiten. Beide Berichte kommen zu dem Schluss, dass die Beamten die Geräte mehrheitlich befürworten und deren Fähigkeit loben, angespannte Situationen zu entschärfen. Eine separate medizinische Bewertung bezeichnete Taser zudem als "sinnvolle Ergänzung" der Standardausrüstung der Polizei.
Die in Berlin erstellte Studie betont, dass die Beamten Taser als "technisch zuverlässige Einsatzmittel" einstufen. Gleichzeitig warnen die Forscher jedoch vor einem voreiligen Einsatz: Bei einigen Beamten sei festgestellt worden, dass sie die Geräte zu schnell zogen – selbst in Fällen, in denen der Einsatz von Gewalt noch nicht gerechtfertigt war.
Trotz der positiven Rückmeldungen setzen derzeit nur 18 der 47 Polizeibehörden in NRW Taser ein. Warum die übrigen Dienststellen die Geräte nicht eingeführt haben, wurde in den Studien nicht untersucht.
Die Ergebnisse bestätigen eine deutliche Zustimmung unter den Beamten für den Einsatz von Tasern. Nun steht die Landesregierung vor der Entscheidung, ob sie die Geräte flächendeckend einführen will – abwägend zwischen den operativen Vorteilen und Bedenken hinsichtlich möglicher Fehlanwendungen. Unklar bleibt vorerst, warum sich einige Behörden gegen die Einführung entschieden haben.






