04 April 2026, 16:19

NRW setzt auf sieben Gaskraftwerke für den Kohleausstieg bis 2030

Liniengraph, der die erneuerbare Stromerzeugung nach Kraftstoffart von 2000 bis 2040 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

NRW setzt auf sieben Gaskraftwerke für den Kohleausstieg bis 2030

Nordrhein-Westfalen plant sieben neue Gaskraftwerke mit einer Gesamtleistung von mindestens fünf Gigawatt

Die Landesregierung hatte monatelang auf die bundesweite Kraftwerksstrategie gewartet, die schließlich am 14. November 2025 verabschiedet wurde. Die neuen Anlagen sollen Kohlekraftwerke ersetzen, die bis April 2030 vom Netz gehen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der Bundesplan, der sich fast ein Jahr verzögert hatte, entspricht nun weitgehend den früheren Koalitionszielen. Demnach sollen ab kommendem Jahr Ausschreibungen für moderne Gaskraftwerke mit einer Gesamtleistung von acht Gigawatt starten. Allerdings muss die EU-Wettbewerbsbehörde das Vorhaben zunächst genehmigen, und der Bundestag muss die notwendigen Gesetze verabschieden.

Energieunternehmen wie Uniper, RWE und Steag Iquoni haben bereits mit der Umsetzung von Projekten begonnen. Sieben Standorte im Land befinden sich in unterschiedlichen Planungs- und Bauphasen: In Duisburg-Walsum (800 MW, seit 2025 im Bau), Hamm (450 MW, fortgeschrittene Planung), Grevenbroich (700 MW, 2024 genehmigt), Lingen (900 MW, Baubeginn 2025), Hürth-Irsfelden bei Köln (500 MW, in Planung), Marl (600 MW, 2025 bewilligt) und Voerde (1 GW, für 2026 geplant).

Bis zum 15. August 2026 muss die Bundesregierung das Kohleausstiegsgesetz überprüfen, um zu bestätigen, ob die Braunkohlekraftwerke in Nordrhein-Westfalen wie vorgesehen abgeschaltet werden können. Wiederholte Verzögerungen hatten Zweifel an der Einhaltung des 2030-Ziels aufkommen lassen, doch die Unternehmen zeigen sich zuversichtlich, die neuen Gaskapazitäten termingerecht fertigzustellen.

Die sieben geplanten Kraftwerke sollen den Kohleausstieg bis 2030 ermöglichen – vorausgesetzt, die Bauarbeiten bleiben im Zeitplan. Die bundesweite Überprüfung im nächsten Sommer wird entscheiden, ob die Stilllegung der Braunkohleanlagen wie geplant verlaufen kann. Bis dahin treiben die Energieversorger ihre Projekte voran, um die engen Fristen einzuhalten.

Quelle