Fast eine halbe Tonne Müll pro Person und Jahr - NRW verzeichnet leichten Anstieg der Hausmüllmenge im Jahr 2024
Nordrhein-Westfalen produzierte 2024 insgesamt 8,2 Millionen Tonnen Hausmüll – ein leichter Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Wie die aktuellen Zahlen zeigen, fielen pro Einwohner durchschnittlich 454,2 Kilogramm Abfall an, weniger als während der Pandemie-Höchststände. Behörden führen dies auf veränderte Konsumgewohnheiten seit der Lockerung der Corona-Beschränkungen zurück.
Die Gesamtmenge des Abfalls im Land stieg im Vergleich zu 2023 um 2,1 Prozent. Fast 40 Prozent davon entfielen auf Restmüll, der mit 3,1 Millionen Tonnen den größten Anteil ausmachte. In dieser Kategorie werden nicht recycelbare Abfälle erfasst, die in der Regel deponiert oder verbrannt werden.
Während der Pandemie waren die Müllmengen stark angestiegen, bedingt durch vermehrte Online-Bestellungen und den höheren Verbrauch im Homeoffice. 2020 lag der Pro-Kopf-Abfall bei 480,4 Kilogramm, 2021 stieg er sogar auf 491,7 Kilogramm. Seit der Rückkehr zur Normalität sind diese Werte jedoch wieder gesunken.
Laut dem Bundesverband der Deutschen Entsorgungswirtschaft (BDE) ist in den letzten Jahren kein klarer Aufwärtstrend zu erkennen. Zwar gab es 2024 einen leichten Anstieg, doch das Gesamtvolumen bleibt unter dem Pandemie-Höchststand. Die Behörden beobachten weiterhin die Verbrauchergewohnheiten und Recyclingquoten in der Region.
Die jüngsten Daten bestätigen einen leichten Anstieg der Abfallmengen für 2024, die jedoch unter den Werten der Lockdown-Phase bleiben. Restmüll macht weiterhin einen beträchtlichen Teil des Gesamtaufkommens aus – ein Zeichen für die anhaltenden Herausforderungen bei der Abfallvermeidung. Die zuständigen Stellen werden die künftigen Entwicklungen weiter verfolgen, um langfristige Trends in der Müllproduktion zu bewerten.






