03 April 2026, 08:17

Solingen führt Mindestpreise für Uber-Fahrten ein – und entfacht Streit über faire Mobilität

Ein gelbes Taxi fährt eine Stadtstraße mit hohen Gebäuden, Fahrradfahrern, Ampeln, Bäumen und einem bewölkten Himmel entlang.

Solingen führt Mindestpreise für Uber-Fahrten ein – und entfacht Streit über faire Mobilität

Ein neuer kommunaler Erlass in Solingen sorgt für Aufsehen, da er Mindestpreise für Fahrten mit Ridepooling-Diensten wie Uber festlegt. Demnach müssen Fahrten über Vermittlungsplattformen mindestens 91 Prozent des üblichen Taxitarifs kosten. Kritiker bemängeln, dass diese Regelung die Preise in die Höhe treibt und Verbraucher belastet, die auf günstige Transportmöglichkeiten angewiesen sind.

Die Freie Demokratische Partei (FDP) in Solingen lehnt die Entscheidung scharf ab und bezeichnet sie als ungerecht und überholt. Uber war in Solingen mit einem Geschäftsmodell gestartet, das auf feste Preise im Voraus, schnellen Service und niedrigere Fahrtkosten setzte. Die Einführung des Dienstes führte zu einem spürbaren Wandel: Immer mehr Einwohner nutzten Fahrvermittlungs-Apps statt traditioneller Taxis. Diese wachsende Beliebtheit setzte die lokalen Taxiunternehmer unter Druck.

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Die FDP-Fraktionsvorsitzende im Stadtrat, Nina Brattig, verurteilte den neuen Erlass. Sie argumentiert, dass die erzwungene Preiserhöhung für Uber dessen kundenfreundlichen Ansatz untergräbt. Brattig zufolge schadet eine künstliche Verteuerung der Fahrten vor allem denen, die auf bezahlbare Mobilität angewiesen sind.

Brattig forderte stattdessen eine Modernisierung der Taxivorschriften anstelle von Einschränkungen für Ridepooling-Dienste. Fairer Wettbewerb müsse unter realistischen Bedingungen stattfinden – nicht auf Basis veralteter Regeln, betonte sie. Die FDP hält den Erlass für eine verfehlte Lösung, die die eigentlichen Probleme ignoriert und lediglich die Kosten für Fahrgäste erhöht.

Der Erlass legt den Mindestpreis für Ridepooling-Fahrten nun auf 91 Prozent des Taxitarifs fest. Dadurch verliert Uber voraussichtlich seinen Preisvorteil, der viele Solinger bisher überzeugt hatte. Die Debatte zeigt die anhaltenden Spannungen zwischen traditionellen Taxidiensten und den neueren Fahrvermittlungsplattformen auf.

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