18 March 2026, 08:17

Solingen plant neue Arbeitsplätze für Geflüchtete und Bürgergeld-Empfänger

Eine Liniengrafik, die die Anzahl der Personen zeigt, denen in den Vereinigten Staaten von 1990 bis 2016 Asyl gewährt wurde, mit begleitendem erklärendem Text.

Solingen plant neue Arbeitsplätze für Geflüchtete und Bürgergeld-Empfänger

Die SPD-Ratsfraktion in Solingen hat eine neue Initiative vorgeschlagen, um sinnvolle Arbeitsplätze für erwerbslose Leistungsbezieher zu schaffen. Das Vorhaben richtet sich an anerkannte Geflüchtete sowie erwerbsfähige Empfänger von Bürgergeld in der Stadt. Befürworter argumentieren, dass Arbeit die Sprachkenntnisse, das Selbstwertgefühl und die Integration in die Gesellschaft verbessern könne.

Ziel des Programms ist es, den Einstieg in den Arbeitsmarkt zu erleichtern und gleichzeitig den sozialen Zusammenhalt zu stärken. Nichtregierungsorganisationen sollen dabei eine zentrale Rolle spielen, indem sie ihre bestehenden Netzwerke und Fachkenntnisse nutzen, um die Teilnehmenden zu unterstützen. Die Verwaltung muss nun ein detailliertes Konzept – inklusive Kostenschätzungen – vor den nächsten Haushaltsverhandlungen ausarbeiten.

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SPD-Fraktionsvorsitzender Ernst Lauterjung betonte, dass diese Stellen nicht in Konkurrenz zu regulären Arbeitsverhältnissen stünden. Stattdessen solle der Fokus auf gesellschaftlich wertvollen Aufgaben liegen, die bisher zu wenig Beachtung fänden. Corinna Faßbender, sozialpolitische Sprecherin der SPD, hob hervor, wie Arbeit Struktur gebe, das Selbstbewusstsein stärke und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben fördere.

Auch Unternehmer Daniel Weber unterstützte den Vorschlag und verwies auf den Zusammenhang zwischen sinnstiftender Arbeit und schnellerem Spracherwerb. Seiner Meinung nach helfe Beschäftigung Geflüchteten, sich leichter in die Gemeinschaft zu integrieren. Zwar liegen keine genauen Zahlen zu erwerbsfähigen, aber arbeitslosen Geflüchteten und Bürgergeld-Empfängern in Solingen vor, doch aktuelle Daten zeigen über 23.000 SGB-II-Bezieher in der Region.

Der Antrag geht nun in die Planungsphase, in der Kosten und Logistik geprüft werden. Bei einer Genehmigung könnte die Initiative neuen Arbeitswegen für benachteiligte Gruppen in Solingen den Weg ebnen. Die Stadtverwaltung wird im Rahmen der anstehenden Haushaltsberatungen einen umfassenden Bericht vorlegen.

Quelle