Streit um Zukunft des Theaters: SG_zukunft wirft Studie Befangenheit vor
Ladislaus DowergStreit um Zukunft des Theaters: SG_zukunft wirft Studie Befangenheit vor
Die Stadtratsfraktion SG_zukunft hat scharfe Kritik an einer neuen Szenariostudie zur Zukunft des städtischen Theaters und Konzerthauses geübt. Die Gruppe wirft dem Bericht vor, von Anfang an befangen gewesen zu sein und zentrale Probleme zu ignorieren. Eine öffentliche Präsentation der Ergebnisse ist für Montag angesetzt – noch vor der Debatte im Stadtrat über das weitere Vorgehen.
Laut SG_zukunft wurde die Studie mit einer vorgegebenen Agenda in Auftrag gegeben. Ihre Schlussfolgerungen spiegelten lediglich die bereits bestehenden Präferenzen der Verwaltung wider, so die Fraktion. Zudem zweifelt sie die Richtigkeit der Kostenberechnungen an und verweist auf die Budgetüberschreitung beim Neubau der Feuerwehrwache in Ohligs als warnendes Beispiel.
Die Fraktion lehnt Pläne ab, das Theater und das Konzerthaus abzureißen, um Platz für eine Feuerwehr- und Rettungswache zu schaffen. Als Problempunkte nennt sie die Zunahme des Verkehrsaufkommens, den Verlust eines kulturell wertvollen Ortes sowie die Seltenheit von Theaterneubauten in der heutigen Zeit. Darüber hinaus kritisiert die Gruppe, dass die Studie weder die im Gebäude gebundene CO₂-Bilanz noch die Existenz eines unterirdischen Bunkers darunter berücksichtige.
Die Zukunft des Veranstaltungsortes wird die politischen Diskussionen in den kommenden Tagen prägen. Die Stadträte werden die Studie prüfen, bevor sie über das weitere Vorgehen entscheiden. Die öffentliche Vorstellung der Ergebnisse findet am Montag statt. Anschließend müssen die Stadtverantwortlichen abwägen, ob sie den Abriss vorantreiben oder Alternativen ausloten. Die Kritik von SG_zukunft unterstreicht dabei weiterhin offene Fragen zu Kosten, Verkehr und kulturellen Auswirkungen.
