21 January 2026, 14:44

Wuppertaler Mieter frieren seit Tagen wegen Heizungsstreit im ELBA Zukunftswerk

Ein Raum mit einer Fußbodenheizung in der Mitte, umgeben von Wänden und einem Fenster im Hintergrund, mit verschiedenen Gegenständen auf dem Boden, die mit dem Heizungssystem in Zusammenhang stehen.

Wuppertaler Mieter frieren seit Tagen wegen Heizungsstreit im ELBA Zukunftswerk

Mieter im Wuppertaler ELBA Zukunftswerk sitzen seit fast einer Woche ohne Heizung fest, nachdem ein Streit zwischen dem Betreiber des Gebäudes und dem städtischen Versorger eskaliert ist. Im Mittelpunkt des Konflikts stehen die Kosten für die Fernwärme: Die WSW hatte die Versorgung nach einem Rechtsstreit über die Preisfestsetzung gekappt. Nun liegt ein neuer Vertragsentwurf auf dem Tisch, doch eine Einigung steht noch aus.

Auslöser der Auseinandersetzung war ein Urteil des Landgerichts Wuppertal, das die Praxis der WSW für rechtswidrig erklärte, die Fernwärmepreise an die Gaspreise zu koppeln. Trotz dieses Beschlusses legte die WSW Berufung ein und besteht darauf, dass die Mieter weiterhin ihre regulären Heizkostenabschläge zahlen müssen.

Die Rechtsvertretung des ELBA argumentiert, die Abschaltung der Heizung sei eine überzogene Maßnahme, die die Bewohner unzumutbar belaste. Die WSW kündigte hingegen den Versorgungsvertrag und trennte das Gebäude physisch vom Netz – mit der Folge, dass die Mieter im Kalten sitzen. Zwar wurde ein neuer Vertragsvorschlag unterbreitet, doch bisher haben beide Seiten noch nicht unterzeichnet.

Während die Heizungsabschaltung anhält, bleibt der Streit über Preise und rechtliche Verpflichtungen ungelöst. Die Mieter müssen vorerst mit den unbehaglichen Bedingungen leben, bis entweder eine neue Vereinbarung zustande kommt oder das Gericht den Konflikt entscheidet. Das Ergebnis wird zeigen, ob die Wärme zurückkehrt – oder ob die Pattsituation weitergeht.