Zoll beschlagnahmt 326 verbotene Tabletten am Düsseldorfer Flughafen
Eva-Maria TrübZoll beschlagnahmt 326 verbotene Tabletten am Düsseldorfer Flughafen
Zollbeamte am Flughafen Düsseldorf haben bei einem Reisenden aus der Türkei mehr als 300 Tabletten beschlagnahmt. Der 68-jährige Mann, der angab, Arzt zu sein, führte Medikamente mit sich, darunter in Deutschland ohne Genehmigung verbotene Betäubungsmittel.
Der Vorfall hat ein Strafverfahren gegen ihn zur Folge, während die beschlagnahmten Tabletten nach Abschluss der Ermittlungen vernichtet werden sollen.
Die Beschlagnahmung erfolgte, als der in der Türkei lebende Mann in Düsseldorf landete. Die Beamten fanden 326 Tabletten in seinem Besitz, die alle auf Türkisch etikettiert waren. Darunter befanden sich 120 Pillen des verschreibungspflichtigen Medikaments Ritalin, das in Deutschland als Betäubungsmittel eingestuft wird.
Der Reisende erklärte den Behörden, er habe die Medikamente für ein Familienmitglied mitgebracht. Trotz seiner Begründung beschlagnahmten die Zollbeamten alle Tabletten und leiteten ein Strafverfahren ein. Der Mann durfte seine Reise fortsetzen, musste die beschlagnahmten Medikamente jedoch zurücklassen.
Es gibt keine Aufzeichnungen darüber, wie viele Ärzte in Deutschland in den letzten Jahren wegen unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln wie Ritalin mit ähnlichen Anklagen konfrontiert waren. Der Fall wird nun nach deutschem Recht weiterverfolgt, und die Tabletten sollen nach Abschluss des Verfahrens vernichtet werden.
Die Beschlagnahmung unterstreicht die strengen Kontrollen bei der Einfuhr von verschreibungspflichtigen Medikamenten nach Deutschland. Dem Reisenden drohen nun mögliche rechtliche Konsequenzen wegen des Transports nicht zugelassener Arzneimittel. Die beschlagnahmten Tabletten werden gemäß den gesetzlichen Vorschriften entsorgt.