Zoll stoppt illegalen Kühltransporter mit Tonnen unangemeldeter Lebensmittel auf der A44
Swantje WeinhageZoll stoppt illegalen Kühltransporter mit Tonnen unangemeldeter Lebensmittel auf der A44
Ein in Moldau zugelassener Kühltransporter wurde am 5. November 2025 vom Zollamt Bielefeld in der Nähe von Bad Wünnenberg auf der Autobahn A44 angehalten. Die Behörden entdeckten eine große Menge nicht deklarierter Lebensmittel, woraufhin gegen den Fahrer und einen Beifahrer wegen Steuerhinterziehung und Verstößen gegen Einfuhrbestimmungen Anklage erhoben wurde.
Der bei einer Routinekontrolle gestoppte Transporter soll Pakete an moldauische Staatsbürger in Irland geliefert haben. Die Ware – darunter 2,8 Kilogramm Kaffee, 4,5 Liter Alkohol, fast zwei Tonnen Fleisch und Käse, Eier sowie frisches Obst und Gemüse – war jedoch nicht durch den EU-Zoll abgefertigt worden.
Zu den beschlagnahmten Gütern gehörten auch rohes Fleisch, Käse und rohe Eier, deren Einfuhr aus Nicht-EU-Ländern in die Europäische Union verboten ist. Der Fahrer und sein Begleiter müssen sich nun wegen Verstößen gegen Einfuhrbeschränkungen und Steuerhinterziehung vor Gericht verantworten.
Um Lager-, Entsorgungskosten und mögliche Strafen abzudecken, hinterlegte der Fahrer eine Kaution in Höhe von 2.000 Euro. Die leicht verderblichen Waren wurden später von einem Entsorgungsunternehmen vernichtet – entsprechend den Vorgaben des Lebensmittelüberwachungsamts des Kreises Soest.
Dieser Fall reiht sich in eine wachsende Zahl illegaler Lebensmittelimporte ein. Allein der deutsche Zoll verzeichnete zwischen 2023 und 2025 rund 1.200 solche Vorfälle, wobei die Zahlen je nach Quelle variieren: 380 Fälle im Jahr 2023, 420 im Jahr 2024 und 400 im Jahr 2025, wie das Zollkriminalamt mitteilt. Die beschlagnahmten Waren wurden entsorgt, und die hinterlegte Kaution des Fahrers wird zur Deckung der Kosten und Bußgelder verwendet.
Die Behörden beobachten die illegalen Lebensmittelimporte weiterhin genau, da sie Risiken für die öffentliche Gesundheit und die Steuerehrlichkeit bergen. Der Fall unterstreicht die anhaltenden Bemühungen der Behörden, nicht deklarierte Warenlieferungen in die EU zu unterbinden.






