NRW-Wirtschaft 2025: Nur noch 0,1 Prozent Wachstum erwartet – Experten schlagen Alarm
Swantje WeinhagePrognose: NRW-Wirtschaft wächst nur leicht - NRW-Wirtschaft 2025: Nur noch 0,1 Prozent Wachstum erwartet – Experten schlagen Alarm
Nordrhein-Westfalens Wirtschaft steht vor einem Abschwung: Für 2025 wird nur noch ein Wachstum von 0,1 Prozent erwartet – eine deutliche Abwärtskorrektur gegenüber der im Frühjahr prognostizierten Rate von 0,3 Prozent. Experten warnen, dass anhaltende Handelskonflikte und hohe Energiekosten die wirtschaftliche Leistung des Landes stark belasten.
Die Schwächephase der nordrhein-westfälischen Wirtschaft fällt in eine Zeit allgemeiner Wachstumsschwäche in Deutschland, wo für 2025 ebenfalls nur ein Plus von 0,2 Prozent erwartet wird. Der zunehmende globale Protektionismus und aggressive Handelspolitiken – insbesondere aus den USA – treffen die Exportwirtschaft des Landes hart. Die von Washington verhängten Zölle schmälern die Absatzchancen heimischer Unternehmen.
Ökonomen zeigen sich wenig optimistisch, dass sich die Lage kurzfristig bessert. Torsten Schmidt vom RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung betont, dass aktuelle Daten kaum Anzeichen für eine Erholung erkennen lassen – trotz erheblicher öffentlicher Investitionen. Jörn Wahl-Schwentker von der IHK NRW geht sogar davon aus, dass sich die Wirtschaftslage vor einer Besserung zunächst weiter verschlechtern könnte.
Dennoch gibt es Hoffnung auf einen Aufschwung im Jahr 2026, wenn das Wachstum in Nordrhein-Westfalen voraussichtlich auf 1,1 Prozent steigen wird. Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) verweist auf staatliche Ausgaben für Schulen, Straßen und digitale Infrastruktur als zentrale Treiber für den künftigen Schwung. Auch bundesweit wird für Deutschland im selben Jahr ein Wachstum von 1,1 Prozent prognostiziert.
Fazit: Nordrhein-Westfalen steht 2025 ein wirtschaftlich schwieriges Jahr bevor, mit nahezu stagnierendem Wachstum von 0,1 Prozent. Zwar sollen öffentliche Investitionen die Erholung ankurbeln, doch Handelsbarrieren und hohe Energiepreise bleiben belastende Faktoren. Ein kräftigerer Aufschwung zeichnet sich erst für 2026 ab – vorausgesetzt, die globale Lage stabilisiert sich.






